Validation

Validierungsplanung

Mit einem Validierungsplan klären wir, welche Annahmen wir bei dem Konzept getroffen haben, wie riskant diese Annahmen sind und wie sie mit Hilfe eines Prototypen überprüft werden können. Zudem legen wir fest, welche Validierungsmethode wir verwenden und wer in der Stichprobe untersucht wird.

Format:
Workshop
Teilnehmer:
UX Mitarbeiter, Projektleitung, Product Owner
Dauer:
1-4 Stunden

Arbeitsmodus

Workshop

Voraussetzung

Konzept vorhanden

Teilnehmende

Kernteam aus Product Owner, Fachspezialist, UX Designer, Entwicklungsleiter

Dauer

2h-4h

Indem wir Annahmen explizit machen, decken wir offensiv mögliche Schwachstellen unseres Konzepts auf. Durch gezielte Überprüfung dieser Annahmen können die Validierungskosten reduziert werden.

Wir planen die Validierung vor der Erstellung der Prototypen. Die Wahl der Prototypen ist ein wichtiges Ergebnis der Validierungsplanung.

Ergebnis

Ein Validierungsplan besteht aus den folgenden Elementen.

Annahme

Während der Konzeptgestaltung wurden erneut Annahmen getroffen, die nun identifiziert werden.

Methode

Wir legen die Methoden fest, mit denen die Annahmen am effizientesten und vertrauenswürdigsten überprüft werden können. Dazu gehören beispielsweise Usability Tests, Walkthroughs, Expertenbewertungenen, Datenanalysen oder Experimente wie Fake Door oder Concierge.

Prototyp

Wir legen den Prototypen fest, der zur Überprüfung der Annahme mit der ausgewählten Methode notwendig ist.

Stichprobe

Wir legen die Stichprobe für die Validierung fest. Die Art der Stichprobe unterscheidet sich grundlegend, je nachdem, ob wir eine qualitative oder quantitative Methode zur Validierung verwenden.

Erfolgskriterium

Wir legen fest, unter welchen Bedingungen die Annahme als bestätigt gilt.

Vorgehen

Eine Validierungsplanung wird wie folgt entwickelt.

1

Vorbereitung

Wir definieren das Ziel des Validierungsplanungs-Workshops und identifizieren die relevanten Gruppen, die daran teilnehmen sollen.
2

Einführung und Kontext

Wir erklären den Teilnehmer:innen den Zweck und die Bedeutung der Validierungsplanung. Wir stellen die bisher erarbeitete Annahmen-Map vor.
3

Annahmen festlegen

Die in der Annahmen-Map gesammelten und hoch priorisierten Annahmen werden aufgelistet.
4

Validierung definieren

Nun definieren wir die Validierungsmethode, den Prototypen und das Sample für die wichtigsten Annahmen.
5

Abschluss

Wir fassen das Ergebnis nochmals zusammen und bedanken uns für die aktive Teilnahme. Wir legen die nächsten Schritte fest.

Checkliste: Samples für qualitative Forschung

Nachfolgend ein paar Hinweise für die Bestimmung geeigneter Samples.

Prinzip der Ähnlichkeit und Unterschiedlichkeit

Zunächst versuchen wir, für jede angenommene Nutzergruppe möglichst typische und einander ähnliche User/Personen auszuwählen (Prinzip der größten Ähnlichkeit). Anschließend binden wir bewusst davon unterschiedliche Nutzende ein (Prinzip der größten Unterschiedlichkeit).

Sättigungsgrad

In der Praxis bauen wir gerne auf flexiblen Stichprobenumfängen auf, deren Ausweitung wir dynamisch von einem weiteren Zugewinn von Erkenntnissen abhängig machen: Wir fügen keine weiteren Interviews hinzu, wenn lediglich wenige neue, inhaltlich kaum mehr relevante Einsichten resultieren.

Schichtung

Um den Umfang der Samples zu verringern, können wir auf eine geschichtete oder stratifizierte Stichprobe zurückgreifen. Hierbei wird eine Stichprobe in homogene Untergruppen aufgeteilt, die dann gruppiert werden.

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